Vater Wolf und sein Gebetsleben

Wer in der Vater-Wolf-Kapelle nach Literatur von oder über Niklaus Wolf sucht, der stösst auf ein kleines Büchlein mit dem Titel «Gebete». Wenn wir uns in diese Sammlung vertiefen, kommt uns unweigerlich die Frage auf, woher hat Vater Wolf diese tiefen, spirituellen Gedanken, die er nicht nur persönlich gebetet, sondern auch aufgeschrieben hat? Dankbar nehmen wir zur Kenntnis, welch reichen Schatz er damit der Nachwelt hinterlassen hat. Denn auch heute ziehen wir aus seinen Texten grossen Nutzen. 
Niklaus Wolf hat sich bereits in seinem jugendlichen Alter von der Liebe Gottes berühren lassen. Dass diese Beziehung nie abgebrochen wurde, war für ihn – und für uns - ein besonderes Geschenk. Es hat sich für sein Leben und Wirken, für seinen aufopfernden Dienst an den Mitmenschen, aber auch in seinen Gebeten besonders fruchtbar ausgewirkt. Denn je offener ein Herz ist, je mehr füllt es Gott mit seinen Gnaden. Da wir von Gott erschaffen sind, steckt in jedem Menschen ein «Gen» der Sehnsucht nach dem Göttlichen, das wir – in unserer Freiheit - entweder nähren oder verdursten lassen können.

Vater Wolf hatte sicher eine starke Gabe der Weisheit empfangen. Diese Gabe drängte ihn, nach dem Mehr zu suchen und diese Sehnsucht hat ihn Zeit seines Lebens nicht mehr losgelassen. 
Eine gesunde Neugier führte ihn dabei auch in verschiedene Bibliotheken der Umgebung, wo er einige Zeit verweilte, und das, was er da vorfand, verinnerlicht hat.

Wir dürfen davon ausgehen, dass sich Vater Wolf ein «Gebetsbuch» erstellt und seine Gedanken laufend aufgeschrieben hat. Sein Gebet in der Familie, die Betrachtungen während seiner persönlichen Gebetszeit und seine praktischen Erfahrungen im Heilungsdienst sind ihm dabei zu Hilfe gekommen.

Wir dürfen von Vater Wolf lernen: Er hat sich mit einem offenen und suchenden Herzen auf seine Sehnsucht nach Gott eingelassen und das Zusammentreffen der Sehnsucht Gottes nach dem Menschen hat sich in seinem Leben auf wunderbare Weise gezeigt: Er hat Gott und dem Gebet den ersten und wichtigsten Platz in seinem Leben eingeräumt. Darin ist er uns ein grosses Vorbild und ein starker Fürbitter!

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